Riester Rente

 

 

Für wen lohnt sich die Riester Rente?

 

Die Riester Rente ist eine auf den damaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester zurückzuführen, welcher die freiwillige private Altersvorsorge fördern wollte. Inzwischen hat sich die Riester Rente für viele zu einem festen Bestandteil der privaten Altersvorsorge etabliert. Durch die hohen staatlichen Zulagen ist diese Art der Vorsorge für fast jeden attraktiv und zu empfehlen. Besonders lohnend ist die Riester Rente für Berufseinsteiger, da sich der einzuzahlende Betrag immer am Bruttovorjahreseinkommen orientiert und somit für Berufseinsteiger häufig auf Grund des geringen Einkommens nur der Sockelbetrag zu zahlen ist um die volle staatliche Förderung zu erhalten. Im Jahr 2008 müssen Arbeitnehmer 4 % des Bruttovorjahreseinkommens in den Riester Vertrag einzahlen um die staatliche Förderung zu erhalten. Auch ein anteiliger staatlicher Zuschuss ist möglich. Besonders durch die Riester Rente gefördert werden insbesondere Familien mit Kindern. Neben den Kinderzuschlägen kommen noch einige Vergünstigungen bei der Besparung des bzw. der Riester Verträge hinzu, welche die Familien entlasten sollen. Allein die Kinderzulage beträgt für bis einschließlich 2007 geborene Kinder 185 EUR; für 2008 geborene Kinder wurde die Kinderzulage sogar auf 300 Euro pro Kind erhöht. Dadurch sollen kinderreiche Familien besonders gefördert und unterstützt werden. Wichtig ist jedoch die Zulagen immer fristgerecht zu beantragen, da sie nicht, wie von vielen irrtümlich vermutet, über die Steuererklärung geschieht. Werden die Zulagen nicht fristgerecht abgerufen verfallen diese nach einigen Jahren.

 

Vorteile und Risiken der Riester Rente

 

Ein großer Vorteil der Riester Rente ist, dass das eingezahlte Kapital, sowie die staatlichen Zulagen garantiert sind. Durch die Anlage in verschiedenen Fonds ist jedoch zu erwarten, dass das Kapital, welches nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden darf, weit höher ist. Jedoch besteht auch das Risiko das der vorher von vielen Banken und Versicherungen errechnete Auszahlungsplan nicht in der ursprünglichen Höhe greift, da sich die Fonds nicht wie erwartet entwickelt haben. Die Auszahlung erfolgt am Ende der Laufzeit nur als Leibrente. Es ist möglich sich bis zu 30 % prämienschädlich zu Beginn der Verrentung auszahlen zu lassen. Alle Auszahlungen aus dem Riester Vertrag sind jedoch voll steuerpflichtig.

 

Eine vorzeitige Kündigung des Riester Vertrages während der Laufzeit ist möglich, allerdings sind dann alle vom Staat gezahlten Prämien zurückzuzahlen, was die Höhe des angesparten Kapitals deutlich verringert. Verstirbt ein Kunde vor Beginn der Auszahlungsphase, so verfällt das Guthaben. Ausnahmen stellen dabei jedoch wieder Ehepartner dar, bei denen eine Übertragung des Guthabens unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Angeboten werden Riester Renten in verschiedenen Sparplänen von Banken und Versicherungen. Eine weit verbreitete und bekannte Anlageform ist die Uni Profirente – ein Fondssparplan. Es gibt jedoch noch unzählige weitere Formen die Besparung mittels eines Riester Vertrages durchzuführen. Anzumerken bleibt, dass die Riester Rente lediglich einen kleinen Teil zur privaten Altersvorsorge darstellen soll und nicht ausreicht um den vor Rentenbeginn erreichten Lebensstandart zu halten.